Straßenbahn München
Die Münchner „Tram“, wie die Münchner ihre Straßenbahn liebevoll nennen, fährt täglich auf einer 71 km langen Strecke, an der es 148 Haltestellen gibt.
Die Münchner „Tram“ blickt auf eine mehr als 100jährige Geschichte zurück. Ihren Betrieb nahm die Münchner Straßenbahn am 21. Oktober 1876 auf. Bis zum 1. Weltkrieg wurde das Streckennetz stetig ausgebaut. 1915 nahmen in der Münchner Tram erstmals Schaffnerinnen ihre Arbeit auf (zur musste der Tramverkehr in Folge des Kriegsausbruchs stark eingeschränkt fungieren). Auch im 2. Weltkrieg übernahmen vormehrt Frauen die Tätigkeit als Schaffner(in). Durch die Bombenangriffe auf München ab 1942 wurde schließlich aber das Streckennetz der Münchner „Tram“ stark in Mitleidenschaft gezogen. Es sollte dann noch bis weit in die 1950er Jahre dauern, bis alle Strecken wieder in Takt waren und bedient werden konnten. Mit dem Bau der Münchner U-Bahn verlor die Münchner Straßenbahn zwar an Bedeutung, blieb aber weiterhin – bis heute – ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs der bayrischen Landeshauptstadt.
In den 1970er Jahren gab es zwar Pläne den Betrieb der Münchner Straßenbahn einzustellen, welche man aber ein Jahrzehnt später wieder verworfen wurden. Die Münchner Tram ist auch heute noch ein sehr wichtiger Teil des öffentlichen Nahverkehrs der bayrischen Landeshauptstadt. Pro Jahre befördert die Münchner Straßenbahn mehr als 80 Millionen Menschen.